Musik zur Hochzeit

Eine Hochzeit mit Gänsehautfeeling: Gefühlvolle Musik ist ein Muss für den Tag in Weiß

Als Hochzeitsfotograf konzentriere ich mich naturgemäß in erster Linie auf das Optische: Ich sehe in Bildern. Ich fotografiere Brautpaare und ihre Hochzeitsgäste sowie alles rund um den Hochzeitstag. Und ich achte darauf, dass meine Fotografie alles Wunderbare, das an dem Tag der Hochzeit geschieht, widerspiegelt. So entstehen Erinnerungen in Bildern, die sich die Brautpaare noch in 50 Jahren anschauen können. Dieses Versprechen gebe ich meinen Brautpaaren und sie verlassen sich auf mich.
Wo Menschen sind und sich eine festliche Szenerie aufbaut, da entstehen Stimmungen. Stimmungen sind für mich als Fotograf buchstäblich ein Geschenk des Himmels, denn sie finden sich in den Gesichtern der Menschen wieder, die ich fotografiere. Der Hochzeitstag an sich ist bereits voll von Emotionen: Zwei, die sich für ein Leben zu Zweit entschieden haben, werden den Bund fürs Leben schließen. Und sie werden bei diesem Schritt begleitet von Menschen, die ihnen wichtig sind. Das können für ein kleines Fest die engsten Freunde und Verwandten sein. Für größere Hochzeiten bitten die Brautpaare dann oft die breitere Familienbande zu sich – und Freunde, mit denen man von der Grundschulzeit bis zum späteren Job im Laufe der Zeit Bindungen aufgebaut hat. Als Fotograf darf ich alle Stimmungen festhalten, die sich tagsüber beim Brautpaar und seinen Gästen in die Gesichter zaubern. Und aus meiner jahrzehntelangen Erfahrung kann ich sagen: Nichts, wirklich nichts ruft solch einmalige Stimmungen bei einer Hochzeit hervor wie Musik. Die richtige Musik, davon bin ich überzeugt, ist für jede Hochzeit – klein oder groß, kirchlich oder standesamtlich – das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem „i“.
Mein Brautpaar Johanna und Benjamin sind mir gerade musikalisch in besonderer Erinnerung geblieben. Sie hatten alles so wunderbar geplant. Eine mittelgroße Hochzeitsgesellschaft sollte es sein, Freunde, Verwandte – die Begleiter ihrer letzten drei Jahrzehnte – waren eingeladen, 60 Personen warteten auf den Festtag am Tegernsee. Drei Tage vor dem Tag des Hochzeitsfestes aber verstarb plötzlich Benjamins Großmutter, zu der er ein ganz besonders inniges Verhältnis hatte. Was tut man in solch einer Situation? Das Fest absagen oder verschieben? Nur im kleinsten Kreise feiern? Benjamin und Johanna entschieden sich dafür, alles wie geplant anzugehen. Sie waren überzeugt, dass Benjamins Großmutter, die auch Johanna besonders ins Herz geschlossen hatte, dies so gewollt hätte. (Aber das sagt man immer, wenn ein Fest einfach stattfinden muss, da alles bestellt ist.) Eine Sache jedoch änderten sie: Die musikalische Begleitung, die für ihre Hochzeitszeremonie in der Kirche vorgesehen war, wurde kurzerhand geändert. Das Hochzeitspaar konnte die bereits engagierte Sopranistin überzeugen, mit der Musik eine Hommage an ihre Großmutter zu verbinden – und so wurden auch kurzerhand die Programmheftchen umgewidmet.
Die magische Stimmung begann, als die Sopranistin Schumanns „Meine Rose“ anstimmte – das Lied, das die Hochzeit der Großmutter fast 60 Jahre zuvor eröffnet hatte. Ich schaute in verzauberte, ja gerührte Gesichter. Und ich nahm leise meine Arbeit als Fotograf auf – und fing so wunderbar einzigartige, von liebevollen Gefühlen gezeichnete Stimmungen ein, die ihresgleichen suchten. Der Höhepunkt der musikalischen Untermalung war das Abschlusslied. Statt eines Kirchen- oder Liebesliedes hatten Johanna und Benjamin sich für das heute fast vergessene Lieblingswiegenlied der Großmutter entschieden: „Vöglein flieg dem Neste zu“. Die Bilder, die ich während dieses Liedes vom Brautpaar einfangen konnte, gehören zu den schönsten, die ich auf einer Hochzeit je gemacht habe. Und ich verließ die Kirche nach dieser außergewöhnlichen Trauung als stiller Zeuge gefühlvoller Intimität und gelebter Erinnerung.

Ich kann allen Brautpaaren nur empfehlen, ein besonderes Augenmerk auf die Musik zum Feste zu legen – nach dieser persönlichen Erfahrung mehr denn je.

Auf geht’s in die Planung der Saison 2016

Als Fo­to­graf sehe ich die be­son­de­ren, ein­ma­li­gen Mo­men­te einer Hochzeit im Stan­des­amt, in der Kir­che, bei der freien Trauung, auf dem Emp­fang, auf der anschließenden Hoch­zeits­fei­er und hal­te die­se als "Hig­hend Me­mo­ries" im Bild fest. Besonders innige Moments als Hochzeitsfotograf darf ich immer wieder am Tegernsee, Schliersee und Achensee erleben. Brautpaare kommen aus allen Regionen Deutschlands, Europas, ja der Welt in unsere Region, um das besondere Flair zu erleben und zu genießen. Besucher und Hochzeitsgäste sind begeistert von der Natur und der Gastfreundschaft, die ihnen entgegen gebracht wird. Die Erlebnisse auf Hochzeiten und Events als Fotograf im Bild festhalten zu dürfen, erfreut mich auf jeder Veranstaltung aufs Neue.